Najaden – Siegel des Meeres – Heike Knauber

Brodelnde Feuerinseln, am Meeresgrund leuchtende Steine, das unendliche Sandmeer – ein exotisches Fantasyabenteuer.
In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird.

Najaden. Das Siegel des Meeres von Heike Knauber

Ganz ehrlich, ich war mir nicht sicher ob ich vom „Meeres-Setting“ begeistert sein würde. Aber schon nach den ersten zehn Seiten wusste ich das ich dieses Buch liebe. Es war praktisch Liebe auf den ersten Blick :) Warum verrate ich euch natürlich auch gleich.

Ich beginne mit der Handlung: hier hat mich das Setting gleich in seinen Bann gezogen. Zuerst geht es an Land richtig hoch her, dann wird man unvermittelt hinab gezogen in die Tiefen Weiten des Meeres und lernt die sogenannten Najaden kennen. Aber nicht nur die, es gibt Wesen, die so mächtig sind, das sie unter Verschluss gehalten werden müssen. Und in mitten allem steht Meliaè. Sie droht zum Spielball zwischen Sayaf und seinem Bruder Khayam zu werden. Doch das ist längst nicht alles, denn Meliaé trägt das najadische Erbe in sich und das lässt sich nicht lange verbergen.

Die Charaktere: Alles beginnt mit einem schlimmen Ereignis bei dem wir auch gleich die vierzehnjährige Meliaè kennen lernen. Zu diesem Zeitpunkt ist sie noch wie jedes andere Mädchen in diesem Alter und verhält sich mittendrin auch so. Aber das bleibt nicht sehr lange so. In ihr steckt nämlich nicht nur eine besondere Art von Magie, sie wächst auch immer mehr über sich hinaus. Ich muss echt sagen das ich Meliaé von Anfang an mochte. Sie ist keine Heldin der immer alles gelingt, sie hat Ängste und auch Selbstzweifel, doch sie ist auch kämpferisch, mutig und lässt sich nicht einfach so ruhigstellen.
Sayaf ist der zweite im Bunde den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich weis auch nicht wieso, aber er war mir gleich sympatisch. Sicher liegt es auch mit daran, das er Meliaè nichts böses will. Als Prinz liegt ihm natürlich seine Heimat sehr am Herzen, er ist aber nicht so kalt, das er dafür alles opfern würde. Man liest auch, das Sayaf kein Engel ist, aber im Kern ist er gut und das überwiegt bei ihm . Ganz anders als bei seinem Bruder, dem Kronprinzen Khayam. Was hab ich den Kerl gehasst. Er geht über Leichen, ihm bedeutet nur er selbst was. Für seine Ziele tut er alles. Nein also den mochte ich nicht.
Meltiades konnte ich auch nicht so richtig einschätzen, aber schließlich und endlich wurde ich doch noch warm mit ihm. Auch wenn er mir ein wenig zwielichtig vorkam. Aber wenn ihr das Buch lest, wisst ihr auch wieso er so ist. Er, aber auch die vielen Nebencharaktere sind alle wirklich sehr wunderbar facettenreich gestaltet und bringen tiefe ins Buch.

Besonders toll fand ich auch die Aspekte der griechischen Mythologie, die Heike Knauber wirklich sehr gut mit der Handlung verwoben hat. Für mich entstand schon beim Lesen ein wunderschönes Bild, von den geheimnisvollen Najaden und ihren Gegenspielern. Zum Schreibstil nur soviel; Frau Knauber schafft es, eine ganze Welt so detailliert und schön vor dem geistigen Auge des Lesers aufzubauen, das es eine wahre Freude ist dieses Buch zu lesen. Ich habe diese Geschichte von Anfang bis Ende geliebt. Man bekommt wirklich viel geboten; eine fantastische Geschichte, Liebe, eine tolle Handlung und ein traumhaftes Setting. Am liebsten wäre mir wenn es da noch einen Teil davon geben würde, denn ich lasse diese Welt der Najaden jetzt einfach nur ungern wieder los. Ich würde am liebsten gleich wieder eintauchen und wenn ihr auch Lust auf eine Geschichte habt die mal nicht mit Elfen und Co zu tun hat, aber voller schöner Fantasie ist, dann wäre dieses Buch mein Tipp für euch. Für mich ist es ein neues Lieblingsbuch

Die Tochter des Magiers – Torsten Fink

Maru ist von Geburt an eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie eines Tages an den skrupellosen Grabräuber Tasil verkauft wird – der Maru als Marionette in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch der uralte Dämon Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn Utukku hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt …

Coverbild: Bloggerportal,

Kennt ihr das? Ihr schnappt Euch ein Buch, lest es und bleibt am Ende mit einem zwiespaltigen Gefühl zurück. Genauso ging es mir mit diesem Buch. Das es eine Trilogie ist, gehe ich zunächst aber auf die einzelnen Bände ein, dann erkläre ich Euch wieso dem so ist.
Maru lernen wir gleich in ihrer Rolle als Sklavin kennen. Sie ist dadurch natürlich geprägt worden. Zu Beginn wirkt sie eher schüchtern, tut aber dann schnell auf. Man hat mitleid mit ihr, möchte sie im weiteren Buchverlauf aber wirklich gerne öfters mal schütteln. Sie kam mir echt sehr oft wie eine willenlose Marionette von Tasil vor. Nichts hinterfragt sie, vielmehr erfüllt sie alles immer ohne sich größere Gedanken zu machen. Es wirkte daher oft auf mich als wäre sie nicht mehr als ein Püppchen das brav für den zwielichtigen Tasil tanzt, wann immer dieser an der unsichtbaren Strippe zieht. Leider gab es dazu im Buch auch Szenen die ich ihr einfach nicht abgekauft habe, wer bleibt denn in so jungen Jahren angesichts einer Verfolgung von bösen Kreaturen so abgebrüht ruhig? Also ich fand das leider ein wenig unpassend. Ich hätte mir an dieser Stelle auch ein wenig mehr Tiefgang in Charakterbuilding gewünscht, so blieb Maru für mich nach dem ersten Band eher blaß und farblos zurück. Erfahren hat man kaum was über sie, das ist leider ein weiterer negativer Punkt auf der Liste. Einzig Tasil und Biredh, der seltsame Blinde, konnten mich noch ein wenig fesseln. Biredh ist so herrlich schräg und Tasil undurchsichtig in seinen Plänen. Die Handlung bis dahin war in Ordnung, es gab spannende Stellen aber leider wurde ich mit Maru nicht warm.

Bei Band zwei war es dann aber wieder etwas anderes. Langsam kam etwas mehr Substanz in die Geschichte und die Hoffnung, nun mehr von Maru zu erfahren liesen mich frohen Mutes weiterlesen. Wie gewohnt war hier Maru wieder mit „Onkel“ Tasil unterwegs, für die sie wie schon vorher Botengänge unternommen hat. auch hier wurde ich nach ein paar anfänglichen spannenden Ansätzen wieder etwas enttäuscht. Es ging irgendwie nicht richtig voran, immer wieder gab es Intrigen und Maru scheint nicht mehr zu sein als eine willige Helferin, wenn es Tasils Pläne erfordern. Auch hier ist es wieder einzig und allein Biredh zu verdanken das ich mich weiter zu lesen motivieren konnte. Die Handlung plätscherte leider etwas zäh dahin.

Band drei hat sich dann noch einmal gesteigert. Maru hat sich ein wenig weiterentwickelt und wurde mir zum Buchende hin sogar sympathisch. wobei ich es schade fand, das einige der interessanten Fragen um ihre Person nicht geklärt wurden. Ich hätte gerne gewusst wer ihr Vater ist. Sowas sollte ein Autor eigentlich am Ende geklärt haben, sonst bleibt der Leser mit einem unerfülltem Verlangen nach Wissen zurück. So leider auch ich. Ebenso fand ich einige der Kampfszenen etwas zu schnell vorüber. Es war immerhin ein mächtiger Dämon gegen den gekämpft wurde. eines haben die drei Bände noch gemeinsam, der Schreibstil ist recht unterhaltsam auch wenn ich mich manchmal schon ein wenig durch die Seiten quälen musste weil nicht wirklich was wichtiges passiert ist.
Meine Rezension klingt ein wenig so als hätte mir das Buch so gar keinen Spaß gemacht. Dem ist aber nicht so. Ich wurde durchaus gut unterhalten und fand die Geschichte um Maru auch ganz schön. Trotzdem ist sie nicht ganz so gut wie ich es von Torsten Fink eigentlich gewohnt bin. Ein wenig enttäuscht bin ich das noch einiges offen blieb, das hat mir einfach auch das Lesevergnügen geraubt.