Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

Fitz Weitseher hat Prinz Pflichtgetreu befreit und ist mit ihm nach Bocksburg zurückgekehrt. Nun steht der Heirat des Prinzen mit Prinzessin Elliania von den Roten Korsaren scheinbar nichts mehr im Weg. Doch die Anspannung im Volk der Sechs Provinzen und der Widerstand der Adligen wächst stetig, und selbst Bocksburg ist nicht mehr sicher. Widerstrebend willigt Fitz ein, den Prinzen zu beschützen und ihn in der Gabe zu unterrichten. Da trifft er auf einen Anwender dieser magischen Fähigkeit, der sie weit effektiver als er selbst einzusetzen vermag; von dem niemand wusste – und der Haus Weitseher zu Grunde richten könnte
Gleich vorneweg: Ich LIEBE diese Buchreihe. Warum verrate ich sofort:

Es ist jedesmal wie ein heimkommen wenn man ein Robin Hoob Buch der Reihe aufschlägt. Als wäre man nie weggewesen kommt man schnell wieder in die Geschichte rein und will nicht mehr zu lesen aufhören. Man bekommt eine wunderschöne Fantasywelt voller toller Figuren, die einem immer mehr ans Herz wachsen. Bei mir ist es Fitz, den ich schon seit dem Chroniken begleite und den ich sehr gerne als Charakter mag. Man sieht ihn über die Bücher hinweg aufwachsen und lebt, liebt und leidet mit ihm. Was mich so begeistert ist, das man ihn durch sein Leben begleitet.

In diesem Band werden die Intrigen auf dem Bocksberg schlimmer und einiges scheint sich immer mehr zuzuspitzen. Das Verhältnis zwischen Fitz und dem Narren hat sich auch verschlechtert und droht fast zu eskalieren. Trotzdem ist auch der Narr neben Fitz einer meiner absoluten Lieblingsfiguren. Die Szenen mit den beiden sind einfach unglaublich toll. Das gilt im übrigen auch für alle anderen Charaktere. Denn die Autorin hat jeder Figur ein eigenes Leben eingehaucht.  Den einen mag man mehr, die andere weniger gerne. Aber wie auch immer, man bekommt eine Menge an Vielfalt geboten.

Dazu kommen viele neue Wandlungen und neue Handlungsstränge die Frau Hobb gewohnt kunstvoll in die Geschichte einwebt. Manchmal muss man wirklich gut mitlesen um „zwischen den Zeilen“ lesen zu können. Alleine die Tatsache das Fitz seinen Sohn gerettet hat und ihn nun mit der Gabe vertraut machen muss, ist schon wirklich lesenswert. Aber das ist längst nicht alles. Auch die kleinen Dinge wie zum Beispiel als Burrich kurz wieder auftaucht oder die Nachtaugen-Szenen. Mehr will ich eigentlich gar nicht verraten, es gibt soviel mehr zu entdecken und zu lesen. Und auch wenn es manchmal ein wenig länger beschrieben ist, das ist mir als Fantasyfan komplett egal. Wenn mich eine Geschichte so packt wie die um Fitz, dann kann es auch auf 2000 Seiten stehen.

Zum Schreibstil kann ich mich auch nur wiederholen. Frau Hobb mal mit Worten Bilder und erschafft Charaktere die einem ans Herz wachsen. Die Handlung ist komplex und voller Wendungen. Es gibt Intrigen, Trauer, Liebe, Streit und Verluste- alles eingebettet in einer wunderschön gezeichneten Fantasywelt. Die Charaktere haben alle eine Eigenheit so das man sie nicht so schnell wieder vergessen wird. Bei mir sind es der Narr und Fitz, denen mein Herz gehört.

Ich liebe diese Buchreihe. Alles davon. Man sagt ja das die Magie in den Seiten liegt und hier stimmt es. Ich bin verzaubert von dem tollen Setting und den tollen Charakteren. Die Handlung ist genauso wie ich sie mir wünsche und ich würde dieses Buch ohne weiteres Fantasylesern empfehlen.