Das Spiel der Götter 16 – Die Flucht der Kinder von Steven Erikson

Rutt und Badalle sind auf der Flucht vor den Inquisitoren, und mit ihnen noch Tausende weiterer Kinder. Irgendwie sind Rutt und Badalle die Anführer der Flüchtlinge geworden, und sie geben ihr Bestes. Dennoch müssen sie jeden Tag mit ansehen, wie einige ihrer Freunde und Schützlinge sterben. Da erreichen sie endlich die Glaswüste, das Ziel ihrer Hoffnung – oder ihres endgültigen Untergangs.
Endlich ist er da und das Warten hat ein Ende. Ich war schon mega neugierig wie es weitergeht.
Wie schon in den Bänden zuvor sind auch hier wieder eine große Menge an Figuren vertreten. Es gibt neue und natürlich auch wieder alt bekannte die man in den ganzen Bände zuvor kennen und auch lieben gelernt hat. Was ich persönlich schon immer mit einem schmunzeln bedenke sind die namen der Figuren. Sergant Morgenrot, Fiedler, Trottel und Co sind nur ein kleiner Auszug aus dem riesigen Figurenarsenal das Herr Erikson erschaffen hat.

Zur Handlung selber will ich jetzt gar nicht groß was verraten. Es gibt die üblichen Wirrungen, vermischte Handlungsstränge und die eine oder andere Überraschung. Mich wundert es immer wieder wie der Autor bei so vielen verschiedenen Strängen die Übersicht behalten kann. Was mir hier in diesem Band wieder sehr aufgefallen ist, ist der Humor der in manchen Dialogen und Szenen mit von der Partie ist. So hat mich zum Beispiel das kleine Gespräch zwischen Urb und Hellian zum Schmunzeln gebracht. Und die Geschichte um Rutt und Badalle ist wirklich lesenswert.

Der Schreibstil ist wie man es von Steven Erikson kennt, sehr ausführlich und bildhaft. Da macht er auch nicht vor leicht brutalen Ausführungen halt. Für Neulinge, ist der Stil vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt da wirklich schnell rein, finde ich.

Natürlich sollten Leser, die „Das Spiel der Götter“ noch nicht kennen auch mit Band 1 der Reihe starten. Sonst kommt man da nicht mehr mit. Hilfreich ist aber, wie bei jedem Band am Ende das Dramatis Personae, das eine Übersicht über die wichtigsten Figuren des Bandes bietet. Ich mochte den Band auch wenn er mir insgesamt nicht so Aktionsreich wie die anderen Bände vorkommt, ist er dennoch trotzdem sehr leserlich. Mir persönlich gefallen die kleinen Geschichten um die einzelnen Figuren wirklich sehr, sie verdichten das ganze Werk wunderbar zu einer komplexen Einheit. Für Fantasyfans ein wirklicher Lesespaß.

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