Wolfsthron: Under the Northern Sky 1 von Leo Carew

In Albion zerbricht der jahrhundertealte Frieden, als die Heerscharen des Südens im rauen Reich des Nordens einfallen. Der junge Roper, Sohn des Hauses Silberner Wolf und Thronerbe des Nordens, steht vor seiner ersten Schlacht – und sieht sich schon bald von Feinden umzingelt. Denn nicht nur will die Königin des Südens sein Volk auslöschen, auch mächtige Feinde im Inneren greifen nach dem Thron. Ropers einzige Chance ist eine Allianz mit der schönen Keturah, Tochter des mächtigen Hauses Vidarr. Doch seine Gegner planen bereits den nächsten Schachzug – mit nur einem Ziel: Das Heulen des Silbernen Wolfes soll für immer verklingen.
Mein Fantasy Jahres Highlight 2018.
Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen. Es war so spannend das ich immer weiterlesen musste. Die Geschichte um Romper hat mich sofort in ihren Bann geschlagen. Romper ist erst neunzehn als ihm das Schicksal einen üblen Dämpfer versetzt. Sein Vater stirbt und Romper, als sein Nachfolger soll an seine Stelle treten. Das ist jedoch weniger leicht als er denkt, denn schon seine erste Entscheidung hat schlimme Konsequenzen. Da bleibt Romper nur die Flucht nach vorne oder aufzugeben, aber das tut der junge Mann nicht.

Ja und an dieser Stelle kann ich euch leider nicht mehr erzählen, ihr müsst das einfach unbedingt selber lesen. Ich persönlich mochte die Geschichte von Romper nämlich sehr. Es macht Spaß zu sehen wie er sich entwickelt, wie er sich den Herausforderungen stellt, an ihnen wächst. Er ist schon von Anfang an kein schwächlicher Charakter, aber er braucht dennoch etwas Zeit um in seine neue Rolle hineinzufinden. Ich mochte den Jungen „Wolf“ auf Anhieb. Diesen Uvoren konnte ich keine Sekunde lang leiden. Wenn ihr das Buch gelesen habt versteht ihr das sicher.

Die anderen Charaktere haben mir auch gut gefallen, Pryce und Gray waren dabei meine Favoriten. Keturah, ist auch in Ordnung, ich wurde nur nicht so sehr „warm“ mit ihr. Vielleicht ändert sich das ja noch in einem weiteren Band. Man weis ja nie. Auch die anderen Figuren spielen ihre Rolle gut und vor allem den Antagonisten habe ich von der ersten bis zur letzen Minute gehasst. Der war sehr überzeugend dargestellt, auch wenn ich seine Motive sogar ein Stück weit nachvollziehen kann.

Die Handlung war spannend und verspricht noch einiges, da zum Ende des Buches hin wieder neue Feinde am Horizont aufgetaucht sind. Da bin auch noch gespannt wie es mit Bellamus weitergeht und wie er sich weiter verhalten/entwickeln wird. Da ist noch einiges zu erwarten, befürchte ich. Aber dank der lockeren und leicht leserlichen Erzählweise des Autors mache ich mir da keine Sorgen. Ich bin jetzt schon total gespannt wie es weitergehen wird. Wird es wieder eine Schlacht geben? Intrigen? Wie auch immer, es wird sicher spannend.

Fazit

Für mich ist Wolfsthron bereits jetzt ein Lesehightlight. Es hat alles was ein guter Fantasyroman haben muss; eine klasse Handlung, tolle Charaktere die man lieben und auch hassen kann und eine schöne Erzählsprache die einen ans Buch fesselt. Ich habe die Geschichte um Roper gerne verfolgt und erwarte jetzt mit Sehnsucht die weiteren Abenteuer mit ihm.

Empire of Storms – Schwur der Kriegerin von Jon Skovron

Das Imperium der Stürme ist in Aufruhr, der Imperator ist schwach und die Biomanten – mächtige Zauberer, die Menschen mit einem Wimpernschlag töten – haben mehr und mehr an Einfluss gewonnen. Der ehemalige Straßendieb Red, inzwischen Spion der kaiserlichen Familie, soll dafür sorgen, dass die Biomanten gestürzt werden. Damit die Mission gelingt, braucht er die Hilfe seiner ersten großen Liebe, der Vinchen-Kriegerin Hope. Doch Hope hat ihr Schwert niedergelegt und geschworen, nie wieder eine Klinge zu führen. Und der Schwur eines Vinchen ist härter als Stahl und währt ewiger als ein Kaiserreich.
Leider schon der letzte Teil der Reihe. Ich werde Red, Hope und Co sehr vermissen. Wirklich.
Ich weiß gerade gar nicht wo ich anfangen soll, das Buch hat mich mal wieder total in seinen Bann gezogen. Es beginnt ein wenig düster, den es geht ein unheimlicher Schattendämon um. Und Hope ist auf der Spur ihrer Vergangenheit. Alles wirkt ein wenig düster und man könnte denken das es in diesem Buch der Reihe dieses mal ein wenig ruhiger und weniger humorvoll zu geht. Aber weit gefehlt. Die locker-saloppe Umgangssprache der Figuren im Buch ist einfach immer wieder ein Highlight. Ich musste echt lachen als einer meinte „mein Kerl“ hat das gehen.  Schon mal diese witzige Sprache hat seinen besonderen Reiz und ich wollte gar nicht mehr zu lesen aufhören. 

Spannend wird die Handlung vorangetrieben und noch offene Fragen werden auch beantwortet. Dabei hat der Leser noch das Vergnügen die geliebten Protagonisten und Nebenfiguren noch einmal in Action zu erleben. Ich mag Red zum Beispiel sehr gerne. Er ist kein Charakter wie ich ihn vorher gekannt habe. Er ist ungewöhnlich, das liegt auch an seinem besonderen Aussehen. Trotzdem ist er mir durchweg sympatisch und ich mag seinen Humor. Und dieser Humor ist auch das was meiner Meinung nach das Buch zu etwas besonderem macht. Auch wenn es noch so schlimm wird, und das wird es oft mal, behält der Autor seinen schmunzelnden und charmanten Erzählton bei.

Auch die vielen Nebencharaktere machen das Buch für mich zu einem Lesegenuss. Ich mochte neben den Hauptcharaktere auch Jilly und Briga Lin. Beide gehören für mich zu den lieb gewonnenen Figuren von denen ich mich nur ungern verabschiede. Alle Figuren sind in der Geschichte gereift und gewachsen, das machte wirklich Spaß mitzubekommen.
Ich will nicht spoilern, aber auch das Ende fand ich passend.

Ein toller Abschlussband der noch einmal alles aufgefahren hat was so ging; Spannung und Action, eine Menge Humor, der witzige Sprachstil und tolle Charaktere die ich jetzt schon vermisse.

Najaden – Siegel des Meeres – Heike Knauber

Brodelnde Feuerinseln, am Meeresgrund leuchtende Steine, das unendliche Sandmeer – ein exotisches Fantasyabenteuer.
In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird.

Najaden. Das Siegel des Meeres von Heike Knauber

Ganz ehrlich, ich war mir nicht sicher ob ich vom „Meeres-Setting“ begeistert sein würde. Aber schon nach den ersten zehn Seiten wusste ich das ich dieses Buch liebe. Es war praktisch Liebe auf den ersten Blick :) Warum verrate ich euch natürlich auch gleich.

Ich beginne mit der Handlung: hier hat mich das Setting gleich in seinen Bann gezogen. Zuerst geht es an Land richtig hoch her, dann wird man unvermittelt hinab gezogen in die Tiefen Weiten des Meeres und lernt die sogenannten Najaden kennen. Aber nicht nur die, es gibt Wesen, die so mächtig sind, das sie unter Verschluss gehalten werden müssen. Und in mitten allem steht Meliaè. Sie droht zum Spielball zwischen Sayaf und seinem Bruder Khayam zu werden. Doch das ist längst nicht alles, denn Meliaé trägt das najadische Erbe in sich und das lässt sich nicht lange verbergen.

Die Charaktere: Alles beginnt mit einem schlimmen Ereignis bei dem wir auch gleich die vierzehnjährige Meliaè kennen lernen. Zu diesem Zeitpunkt ist sie noch wie jedes andere Mädchen in diesem Alter und verhält sich mittendrin auch so. Aber das bleibt nicht sehr lange so. In ihr steckt nämlich nicht nur eine besondere Art von Magie, sie wächst auch immer mehr über sich hinaus. Ich muss echt sagen das ich Meliaé von Anfang an mochte. Sie ist keine Heldin der immer alles gelingt, sie hat Ängste und auch Selbstzweifel, doch sie ist auch kämpferisch, mutig und lässt sich nicht einfach so ruhigstellen.
Sayaf ist der zweite im Bunde den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich weis auch nicht wieso, aber er war mir gleich sympatisch. Sicher liegt es auch mit daran, das er Meliaè nichts böses will. Als Prinz liegt ihm natürlich seine Heimat sehr am Herzen, er ist aber nicht so kalt, das er dafür alles opfern würde. Man liest auch, das Sayaf kein Engel ist, aber im Kern ist er gut und das überwiegt bei ihm . Ganz anders als bei seinem Bruder, dem Kronprinzen Khayam. Was hab ich den Kerl gehasst. Er geht über Leichen, ihm bedeutet nur er selbst was. Für seine Ziele tut er alles. Nein also den mochte ich nicht.
Meltiades konnte ich auch nicht so richtig einschätzen, aber schließlich und endlich wurde ich doch noch warm mit ihm. Auch wenn er mir ein wenig zwielichtig vorkam. Aber wenn ihr das Buch lest, wisst ihr auch wieso er so ist. Er, aber auch die vielen Nebencharaktere sind alle wirklich sehr wunderbar facettenreich gestaltet und bringen tiefe ins Buch.

Besonders toll fand ich auch die Aspekte der griechischen Mythologie, die Heike Knauber wirklich sehr gut mit der Handlung verwoben hat. Für mich entstand schon beim Lesen ein wunderschönes Bild, von den geheimnisvollen Najaden und ihren Gegenspielern. Zum Schreibstil nur soviel; Frau Knauber schafft es, eine ganze Welt so detailliert und schön vor dem geistigen Auge des Lesers aufzubauen, das es eine wahre Freude ist dieses Buch zu lesen. Ich habe diese Geschichte von Anfang bis Ende geliebt. Man bekommt wirklich viel geboten; eine fantastische Geschichte, Liebe, eine tolle Handlung und ein traumhaftes Setting. Am liebsten wäre mir wenn es da noch einen Teil davon geben würde, denn ich lasse diese Welt der Najaden jetzt einfach nur ungern wieder los. Ich würde am liebsten gleich wieder eintauchen und wenn ihr auch Lust auf eine Geschichte habt die mal nicht mit Elfen und Co zu tun hat, aber voller schöner Fantasie ist, dann wäre dieses Buch mein Tipp für euch. Für mich ist es ein neues Lieblingsbuch