Wolfsthron: Under the Northern Sky 1 von Leo Carew

In Albion zerbricht der jahrhundertealte Frieden, als die Heerscharen des Südens im rauen Reich des Nordens einfallen. Der junge Roper, Sohn des Hauses Silberner Wolf und Thronerbe des Nordens, steht vor seiner ersten Schlacht – und sieht sich schon bald von Feinden umzingelt. Denn nicht nur will die Königin des Südens sein Volk auslöschen, auch mächtige Feinde im Inneren greifen nach dem Thron. Ropers einzige Chance ist eine Allianz mit der schönen Keturah, Tochter des mächtigen Hauses Vidarr. Doch seine Gegner planen bereits den nächsten Schachzug – mit nur einem Ziel: Das Heulen des Silbernen Wolfes soll für immer verklingen.
Mein Fantasy Jahres Highlight 2018.
Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen. Es war so spannend das ich immer weiterlesen musste. Die Geschichte um Romper hat mich sofort in ihren Bann geschlagen. Romper ist erst neunzehn als ihm das Schicksal einen üblen Dämpfer versetzt. Sein Vater stirbt und Romper, als sein Nachfolger soll an seine Stelle treten. Das ist jedoch weniger leicht als er denkt, denn schon seine erste Entscheidung hat schlimme Konsequenzen. Da bleibt Romper nur die Flucht nach vorne oder aufzugeben, aber das tut der junge Mann nicht.

Ja und an dieser Stelle kann ich euch leider nicht mehr erzählen, ihr müsst das einfach unbedingt selber lesen. Ich persönlich mochte die Geschichte von Romper nämlich sehr. Es macht Spaß zu sehen wie er sich entwickelt, wie er sich den Herausforderungen stellt, an ihnen wächst. Er ist schon von Anfang an kein schwächlicher Charakter, aber er braucht dennoch etwas Zeit um in seine neue Rolle hineinzufinden. Ich mochte den Jungen „Wolf“ auf Anhieb. Diesen Uvoren konnte ich keine Sekunde lang leiden. Wenn ihr das Buch gelesen habt versteht ihr das sicher.

Die anderen Charaktere haben mir auch gut gefallen, Pryce und Gray waren dabei meine Favoriten. Keturah, ist auch in Ordnung, ich wurde nur nicht so sehr „warm“ mit ihr. Vielleicht ändert sich das ja noch in einem weiteren Band. Man weis ja nie. Auch die anderen Figuren spielen ihre Rolle gut und vor allem den Antagonisten habe ich von der ersten bis zur letzen Minute gehasst. Der war sehr überzeugend dargestellt, auch wenn ich seine Motive sogar ein Stück weit nachvollziehen kann.

Die Handlung war spannend und verspricht noch einiges, da zum Ende des Buches hin wieder neue Feinde am Horizont aufgetaucht sind. Da bin auch noch gespannt wie es mit Bellamus weitergeht und wie er sich weiter verhalten/entwickeln wird. Da ist noch einiges zu erwarten, befürchte ich. Aber dank der lockeren und leicht leserlichen Erzählweise des Autors mache ich mir da keine Sorgen. Ich bin jetzt schon total gespannt wie es weitergehen wird. Wird es wieder eine Schlacht geben? Intrigen? Wie auch immer, es wird sicher spannend.

Fazit

Für mich ist Wolfsthron bereits jetzt ein Lesehightlight. Es hat alles was ein guter Fantasyroman haben muss; eine klasse Handlung, tolle Charaktere die man lieben und auch hassen kann und eine schöne Erzählsprache die einen ans Buch fesselt. Ich habe die Geschichte um Roper gerne verfolgt und erwarte jetzt mit Sehnsucht die weiteren Abenteuer mit ihm.

Nijura- Das Erbe der Elfenkrone von Jenny-Mai Nuyen

Nur eine Waffe kann das Elfenvolk retten
Als die magische Krone der Elfen einem machtbesessenen Menschen in die Hände fällt, steht alles auf dem Spiel: das Fortbestehen des Elfenvolks genauso wie das Gleichgewicht der Welt. Alle Hoffnungen ruhen auf der jungen Halbelfe Nill. Sie ist die Auserwählte – sie ist Nijura. Gejagt von Grauen Kriegern, unterstützt nur von wenigen mutigen Gefährten und ausgestattet mit der einzigen Waffe, die das Elfenvolk retten kann, macht sich Nijura auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.
Ich mag Geschichten mit Elfen und Co, deshalb war ich bei Nijura sehr gespannt. Als Halbelfe muss Nill ja auch damit klar kommen das sie zu keinem Volk richtig „gehört“. Und genau das wurde hier auch wirklich schön in Szene gesetzt. aber natürlich nicht nur, den Nill ist sehr liebenswürdig und ich mochte sie auch gleich. So bin ich ihr auch gerne durch die Wälder gefolgt in die es sie immer wieder, zu Buchanfang, gezogen hat. Das dann ausgerechnet sie die Waffe findet, lastet ihr auch gleichzeitig die Bürde auf ihre Heimat zu verlassen und sich auf eine gefährliche Mission zu begeben.
Was mir sehr gefiel war schon mal die richtig schöne Beschreibung der Wälder und Orte durch die Nill dabei kam. Hier wurde alles sehr bildhaft beschrieben und man hatte das Gefühl selbst mit Nill dort zu sein. Auch die Ängste und Gefühle der Halbelfe kamen gut herüber. Ich mag nicht zuviel verraten, aber ihre neuen Gefährten taten dem Buch ebenfalls sehr gut. Ich mochte die Gruppe die Nill in ihre Mitte aufgenommen hat.

Es gibt aber nicht nur Nill und ihre Gefährten in dieser Geschichte, sondern erzählt Nijura auch von Scapa und Arane, einem Diebespaar. Die Geschichte der zwei ist ebenso wunderschön wie tragisch und mit Nill`s Weg verknüpft. Mir gefiel das wirklich sehr gut, vor allem auch weil Frau Nuyen die Charaktere Scapa und Arane ebenfalls sehr gut dargestellt hat. Wir Leser lernen die beiden sehr früh kennen und können Scapa, wie Nill durch die Geschichte folgen.

Dank des wirklich bildhaften und leserlichen Schreibstils der Autorin wird alles zu einer schönen Geschichte verwoben. Mir persönlich gefiel die Vielfalt der Charaktere und wie sich deren Schicksale miteinander verknüpft haben. Was ich auch klasse fand waren die Elfen selbst. Hier wurden sie einmal ganz anders dargestellt wie meistens und ich empfand das als wohltuend.

Nijura ist ein wirklich schönes Fantasywerk das den Leser in eine spannende und interessante Welt entführt. Dazu gibt es eine Menge toller Charaktere wie Nill, das Diebespaar Scapa und Arane und eine schöne Handlung. Mir persönlich hat es großen Spaß gemacht Nill auf ihrem Weg zu folgen.

Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers


„Wenn ich dich sehen kann, können sie dich auch sehen … Sei vorsichtig, Arlo Finch!“
Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Langen Wälder, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und das kann ich sagen obwohl ich vom alter her eigentlich schon einiges über der empfohlenen Lesealtersgruppe liege. Aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Die Leseprobe sowie auch das wirklich schöne Cover passen einfach perfekt zusammen. Gelohnt hat sich das Buch in jedem Fall. Warum erzähle ich sofort.

Arlo Finch wirkt auf den ersten Blick wohl wegen seiner ungewöhnlichen Optik, etwas seltsam. Auch ist er jemand der besonders große Vorsicht bei allem was er tut walten lässt. Das machte ihn für mich schon mal sehr sympatisch, weil er kein Held ist, dem alles in den Schoss fällt. Er ist einfach anders, und das macht ihn wiederum zu was Besonderem. Wie man zwischen den Zeilen erfährt, ist er jemand der nicht besonders viele Freunde hat. Zum Glück scheint sich das aber langsam zu ändern. Er blüht regelrecht auf und ist mit Leib und Seele Ranger.

Das ist auch gleich der zweite Punkt der mir sehr gefallen hat. Diese Leidenschaft ein Ranger oder wie man hier sagt Pfadfinder, zu sein, zieht sich durch das ganze Buch und hat mir sehr gefallen. Ich selbst hatte damals so ein Survival- Büchlein, das weckt einfach schöne Erinnerungen. Dazu kommt, das Arlo trotz seines jungen Alters schon ein recht verantwortungsbewusster Junge ist. Er will seine Familie beschützen und dafür tut er auch alles.

Spannend ist es natürlich auch sehr. Ich mag die Geschichte die mit rätselhaften und gefährlichen fantastischen Wesen aufwartet die Arlo durchaus in Gefahr bringen. Dazu kommt auch einfach der tolle Erzählstil des Autors, der Arlo und seine Freunde in einige herausfordernde Situationen steckt, die sie meistern müssen. Der Mix zwischen oft mal lustigen Dingen und Spannung ist echt gelungen.

Zu den Figuren ; ich mochte Arlo gleich auf Anhieb. Auch seine Freunde konnte ich mir sehr gut vorstellen. Sie passten wirklich super zu ihm. Ebenso mochte ich auch seine Mama und seine Schwester. Auch Onkel Wade, der Arlo auch immer zur Seite stand. Alles in allem hat der Autor hier einfach eine wirklich tolle Kombination von Charakteren und Handlung geschaffen.

Arlo Finch geht bald weiter und ich muss sagen, ja ich will wissen wie es weitergeht. Diese Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie war spannend und ich mochte die Figuren die mitgespielt haben. Die Handlung war spannend und hat mich gut unterhalten. Für junge Fantasy Fans die auch gerne Ranger/Pfadfinder mögen ist das ein echter LeseSpaß.

Diener der alten Macht-Das Erbe der Weitseher 1 von Robin Hobb

Fünfzehn Jahre sind seit dem schrecklichen Krieg der sechs Provinzen mit den Roten Korsaren vergangen, seitdem herrscht ein unsicherer Friede. Da verschwindet Prinz Pflichtgetreu kurz vor seiner Hochzeit mit einer Prinzessin der Roten Korsaren. Will er der Vermählung ausweichen, wie einige behaupten? Oder ist ihm etwas zugestoßen? Es gibt nur einen, der sich auf die gefahrvolle Suche nach ihm machen kann: Fitz der Bastard mit seinem Wolf Nachtauge. Doch der hat sich geschworen, nie wieder in die Intrigen des Königshofs verstrickt zu werden.
Endlich, das war das erste was mir bei dem Buch in den Sinn gekommen ist. Ich hatte zuvor die Chronik der Weitseher gelesen und war von der ersten bis zur letzten Seite verzaubert. Habe die Geschichte um Fitz, den Bastard geliebt. Und nun gibt es endlich die Fortsetzung und was soll ich sagen? Ich bin wieder verliebt.

Die Geschichte fängt beinahe dort an wo die andere geendet hat. Aber einiges hat sich verändert. Fitz zum Beispiel, er ist still und eher in sich gekehrt. Hat sich abgeschottet und lebt eher zurückgezogen mit seinem Begleiter Nachtauge und Harm, in einer Art Versteck. Ich fühlte mich gleich wieder mit Fitz, meinem Lieblingscharakter seit der ersten Stunde, verbunden. Er wirkt traurig und niedergeschlagen und zunächst sieht alles danach aus das es dieses mal ein eher düsteres Buch wird, aber dem ist nicht so denn schon ziemlich schnell beginnt sich das leben von Fitz wieder zu ändern. Und damit sind wir als Leser auch wieder mitten drin in einem Stück Fantasy, das einfach wunderschön ist.

Zunächst ist da wie immer die Handlung die Fitz wieder alles abverlangt, er muss sich Teilen aus seiner Vergangenheit stellen und wieder einmal über sich hinauswachsen. Dabei begleiten ihn nicht nur die schon bekannten Charaktere wie zum Beispiel der Naar oder auch die Königin Kettricken durch die Seiten, es kommen auch einige neue hinzu. Was mir persönlich jedoch super gefallen hat war das man dieses mal noch mehr vom Naar erfährt.

In gewohnter Manier verzaubert Robin Hobb den Leser mit einer wunderschön bildhaften und leicht leserlichen . So baut sich das wunderbare Setting um Fitz vor dem inneren Auge des Lesers auf und entführt ihn in eine wunderschöne Welt in der es wie im echten Leben auch weniger schöne Dinge gibt. Aber mit Fitz hat der Leser einen Helden, der er liebhaben kann und ihm gerne folgt.

Ich habe ja schon zu Anfang gesagt das ich die Chronik um Fitz Weitseher schon geliebt habe. Das tue ich auch jetzt mit dieser Buchreihe. Robin Hobby ist eine wunderbare Autorin die mit den Chroniken und „Dem Erbe der Weitseher“ – Reihe ein Stück Fantasy geschaffen hat das ich persönlich zu einer meiner Lieblingsbuchreihen zähle. Die Charaktere sind herrlich tief gezeichnet und die Handlung gespickt mit tollen Wendungen und Überraschungen. Für mich persönlich ein absolutes Fantasy Must have.

Das Spiel der Götter 16 – Die Flucht der Kinder von Steven Erikson

Rutt und Badalle sind auf der Flucht vor den Inquisitoren, und mit ihnen noch Tausende weiterer Kinder. Irgendwie sind Rutt und Badalle die Anführer der Flüchtlinge geworden, und sie geben ihr Bestes. Dennoch müssen sie jeden Tag mit ansehen, wie einige ihrer Freunde und Schützlinge sterben. Da erreichen sie endlich die Glaswüste, das Ziel ihrer Hoffnung – oder ihres endgültigen Untergangs.
Endlich ist er da und das Warten hat ein Ende. Ich war schon mega neugierig wie es weitergeht.
Wie schon in den Bänden zuvor sind auch hier wieder eine große Menge an Figuren vertreten. Es gibt neue und natürlich auch wieder alt bekannte die man in den ganzen Bände zuvor kennen und auch lieben gelernt hat. Was ich persönlich schon immer mit einem schmunzeln bedenke sind die namen der Figuren. Sergant Morgenrot, Fiedler, Trottel und Co sind nur ein kleiner Auszug aus dem riesigen Figurenarsenal das Herr Erikson erschaffen hat.

Zur Handlung selber will ich jetzt gar nicht groß was verraten. Es gibt die üblichen Wirrungen, vermischte Handlungsstränge und die eine oder andere Überraschung. Mich wundert es immer wieder wie der Autor bei so vielen verschiedenen Strängen die Übersicht behalten kann. Was mir hier in diesem Band wieder sehr aufgefallen ist, ist der Humor der in manchen Dialogen und Szenen mit von der Partie ist. So hat mich zum Beispiel das kleine Gespräch zwischen Urb und Hellian zum Schmunzeln gebracht. Und die Geschichte um Rutt und Badalle ist wirklich lesenswert.

Der Schreibstil ist wie man es von Steven Erikson kennt, sehr ausführlich und bildhaft. Da macht er auch nicht vor leicht brutalen Ausführungen halt. Für Neulinge, ist der Stil vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt da wirklich schnell rein, finde ich.

Natürlich sollten Leser, die „Das Spiel der Götter“ noch nicht kennen auch mit Band 1 der Reihe starten. Sonst kommt man da nicht mehr mit. Hilfreich ist aber, wie bei jedem Band am Ende das Dramatis Personae, das eine Übersicht über die wichtigsten Figuren des Bandes bietet. Ich mochte den Band auch wenn er mir insgesamt nicht so Aktionsreich wie die anderen Bände vorkommt, ist er dennoch trotzdem sehr leserlich. Mir persönlich gefallen die kleinen Geschichten um die einzelnen Figuren wirklich sehr, sie verdichten das ganze Werk wunderbar zu einer komplexen Einheit. Für Fantasyfans ein wirklicher Lesespaß.

Der Outsider von Stephen King


Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?
Anders als ich es vom Meister des Horrors bisher gewöhnt bin, aber auch wirklich richtig angenehm anders.

Alles beginnt mit dem Ende. Oder besser gesagt mit dem schrecklichen Verbrechen an einem gerade mal elfjährigen Jungen. Der Täter ist schnell gefunden und ja, die Beweise sprechen allerdings auch eine sehr deutliche Sprache. Bis dahin liest sich Outsider auch wie ein richtiger Krimi/Thriller. Es wird nach Beweisen gesucht, die Spuren untersucht und man bekommt als Leser eine Menge Polizeiarbeit mit. Das jedoch ohne das es je langweilig werden würde. Im Gegenteil, ich war so gepackt, das ich das Buch auch gleich an zwei Abenden durchgelesen habe. Dabei sind es auch dieses Mal wieder die Charaktere die Mr. King wieder so einzigartig und interessant gestaltet hat, das sie einem wie Bekannte vorkommen.
Allen voran die Hauptfigur Ralph Anderson, einen Polizeibeamten. bzw. den Beamten der Coach T mit festgenommen hat.

Zu Buchbeginn ist er eher der Polizist wie man ihn aus diversen Serien kennt. Er ist pflichtbewusst, realistisch und glaubt fest an das was er tut und was er sieht. Das sich seine Sicht der dinge noch ändern wird, passiert zwangsläufig, denn Stephen King hat keinen Krimi geschrieben. Es ist viel mehr. Und ja, aus dem anfangs so klaren Fall wird immer mehr das was einer Horrorstory gleicht. Schleichend gesellt sich der Part dazu der dem Leser bei den meisten King Romanen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Es ist dieses unaussprechlich mysteriöse das plötzlich auftaucht und für das es keine besondere Erklärung zu geben scheint.

Ich muss ehrlich gestehen das ich nach Sleeping Beauties nicht so Recht wusste ob mir der Outsider gefallen würde, aber das tut er. Ich bin gerade noch ziemlich beeindruckt von der ganzen Handlung, die mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Wieder hat mich Herr King mit seiner besonderen Art eine Geschichte zu schreiben beeindruckt. Und während in seinen anderen Geschichten das Grauen langsam in den Alltag unbescholtener Bürger einbricht, so hat es mich schon von der ersten Seite an gepackt. Ich spürte einfach das da noch mehr war, und so war es auch.
Ich bin froh dem Buch eine Chance gegeben zu haben. Dieser King hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Anfang ist schockierend, man fühlt sich als würde man einen Thriller lesen nur um dann wieder vollkommen überrascht zu werden.  King versteht es einfach meisterhaft mit Worten und überraschenden Wendungen ein Buch zu erschaffen, das einem beim Lesen wachhält. Für mich ist der der Outsider ein echter Lesegenuß gewesen.

Im Turm von Josiah Bancroft

Der Turm von Babel ist das gewaltigste Bauwerk des Seidenen Zeitalters: er ragt so hoch in die Wolken hinein, dass niemand weiß, wo er endet; in seinem Inneren gibt es ganze Königreiche und unzählige Labyrinthe voller geheimnisvoller Kreaturen und tödlicher Gefahren. Eigentlich wollte der furchtsame Thomas Senlin nur einen kurzen Blick auf dieses Weltwunder werfen und dann weiterreisen. »Falls wir uns in der Menschenmenge verlieren, treffen wir uns auf der Spitze des Turmes wieder«, sagt seine frisch angetraute Frau Marya noch kokett zu ihm, kurz darauf ist sie tatsächlich spurlos verschwunden. Senlin bleibt keine Wahl: Er muss rein in den Turm und rauf auf die Spitze, wenn er seine Frau wiederfinden will. Das Abenteuer beginnt.
Mhh ja da war ich ein wenig Zwiegespalten und wollte das Buch eigentlich schon aufgeben und zur Seite legen. Aber…zum Glück hab ich das nicht getan.
Ich gebe es zu, ich tat mich sehr schwer mit dem Anfang. Er wirkte auf mich so langatmig, der Protagonist war für mich ein, sorry Leute, Waschlappen und ich war ein wenig gelangweilt wegen der langatmigen Beschreibungen. Ich hab wirklich mit mir gekämpft und wollte zum ersten mal ein Buch abbrechen. Aber was für ein Glück das ich das nicht getan habe, denn nachdem Thomas von seiner Frau getrennt worden war. Blühte er langsam auf, wurde interessant und auch die Handlung konnte mich endlich an das Buch fesseln.
Diese ist auf den ersten Seiten mehr oder weniger sanft dahingeplätschert, wurde dann aber bereits vor dem Turm schon interessant. Ich kann es euch nicht verraten aber das war dann auch der Punkt, an dem ich neugierig wurde. Danach ging es in den Turm und ab da war ich als Leserin fasziniert.


Diese Welt die in diesem Turm vorherrscht mit all ihren Regeln, komischen Figuren und diesem schrecklichem Theaterspiel hat mich so richtig wach gehalten. Plötzlich konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Auch mein Leserverhältniss zu Thomas „Tom“ wurde von Seite zu Seite besser. War er zu Beginn eher verklemmt so wurde er immer offener, mutiger und hat sich zu einem richtigen Mann gemausert. Die Rückblenden die Tom`s Leben ein wenig näher beleuchteten haben das wirklich gut beleuchtet. Auch wenn mich bei diesem Buch irgendwie das Setting einen Hauch mehr als die Protagonisten bezaubert hat. Die Idee hinter der Sache, das es in diesem Turm die verschiedensten Abschnitte gibt an denen die verwunderlichsten und auch teilweise grausame Dinge geschehen, hat mir gefallen.

Also man sollte dem Buch wirklich eine Chance geben, es ist nicht so einfach gleich in die Geschichte reinzutauchen. Aber es wird wirklich besser. Für mich persönlich war die Hauptfigur am Anfang echt unerträglich lahm, das hat sich aber geändert und letztendlich hat gerade diese Unbeholfenheit des Charakters dem Ganzen einen leichten Kick gegeben. Es wird durchaus spannend, es treten interessante Nebencharaktere auf und die Ideen zB. das Bierkarusell, sind schon wirklich klasse. Ich bin echt gespannt wie sich der nächste Band der Reihe machen wird. Der erste hat mir mit ein paar kleinen Einschränkungen nämlich gut gefallen.

Empire of Storms – Schwur der Kriegerin von Jon Skovron

Das Imperium der Stürme ist in Aufruhr, der Imperator ist schwach und die Biomanten – mächtige Zauberer, die Menschen mit einem Wimpernschlag töten – haben mehr und mehr an Einfluss gewonnen. Der ehemalige Straßendieb Red, inzwischen Spion der kaiserlichen Familie, soll dafür sorgen, dass die Biomanten gestürzt werden. Damit die Mission gelingt, braucht er die Hilfe seiner ersten großen Liebe, der Vinchen-Kriegerin Hope. Doch Hope hat ihr Schwert niedergelegt und geschworen, nie wieder eine Klinge zu führen. Und der Schwur eines Vinchen ist härter als Stahl und währt ewiger als ein Kaiserreich.
Leider schon der letzte Teil der Reihe. Ich werde Red, Hope und Co sehr vermissen. Wirklich.
Ich weiß gerade gar nicht wo ich anfangen soll, das Buch hat mich mal wieder total in seinen Bann gezogen. Es beginnt ein wenig düster, den es geht ein unheimlicher Schattendämon um. Und Hope ist auf der Spur ihrer Vergangenheit. Alles wirkt ein wenig düster und man könnte denken das es in diesem Buch der Reihe dieses mal ein wenig ruhiger und weniger humorvoll zu geht. Aber weit gefehlt. Die locker-saloppe Umgangssprache der Figuren im Buch ist einfach immer wieder ein Highlight. Ich musste echt lachen als einer meinte „mein Kerl“ hat das gehen.  Schon mal diese witzige Sprache hat seinen besonderen Reiz und ich wollte gar nicht mehr zu lesen aufhören. 

Spannend wird die Handlung vorangetrieben und noch offene Fragen werden auch beantwortet. Dabei hat der Leser noch das Vergnügen die geliebten Protagonisten und Nebenfiguren noch einmal in Action zu erleben. Ich mag Red zum Beispiel sehr gerne. Er ist kein Charakter wie ich ihn vorher gekannt habe. Er ist ungewöhnlich, das liegt auch an seinem besonderen Aussehen. Trotzdem ist er mir durchweg sympatisch und ich mag seinen Humor. Und dieser Humor ist auch das was meiner Meinung nach das Buch zu etwas besonderem macht. Auch wenn es noch so schlimm wird, und das wird es oft mal, behält der Autor seinen schmunzelnden und charmanten Erzählton bei.

Auch die vielen Nebencharaktere machen das Buch für mich zu einem Lesegenuss. Ich mochte neben den Hauptcharaktere auch Jilly und Briga Lin. Beide gehören für mich zu den lieb gewonnenen Figuren von denen ich mich nur ungern verabschiede. Alle Figuren sind in der Geschichte gereift und gewachsen, das machte wirklich Spaß mitzubekommen.
Ich will nicht spoilern, aber auch das Ende fand ich passend.

Ein toller Abschlussband der noch einmal alles aufgefahren hat was so ging; Spannung und Action, eine Menge Humor, der witzige Sprachstil und tolle Charaktere die ich jetzt schon vermisse.

Das Labyrinth von London: (Alex Verus, Band 1) von Benedict Jaka


Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!

Nein, es ist nicht Harry Potter 2. Es ist was tolles anderes. Für mich ein echter Lesespaß. Wieso erfahrt ihr sofort.
Zu Anfang lernen wir unseren Protagonisten, Alex Versus kennen. Dieser hat sich mehr oder weniger aus den Kreisen der Schwarzmagier und denen des Rates zurückgezogen. So erscheint er auch zunächst ein wenig ruhig, fast schon schüchtern. Das täuscht aber, denn Alex nutzt vielmehr seine Gabe um allem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen oder zu sehen, das er keinen Schaden nimmt. Er ist sozusagen ein Einzelgänger, der sich mit seinem Leben als solcher arrangiert hat. Das er trotzdem kein ruhiges Leben führt, wird klar als seine Bekannte Luna, ein Artefakt vorbei bringt hinter dem alle her sind. Und bevor man sieht ist Alex gezwungen aus sich herauszugehen und all seine Fähigkeiten einzusetzen. Dabei mochte ich das er kein Charakter ist dem gleich alles in den Schoss fällt, er leidet noch immer unter einigen Aspekten seiner Vergangenheit und versucht sich so gut es geht aus allem rauszuhalten. Im weiteren Verlauf des Buches wächst er aber immer mehr über sich hinaus und man sieht, das in Alex eine starke, hilfsbereite und auch mächtige Persönlichkeit steckt.
Aber auch die zweite wichtige Person, Luna, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist mit einem Fluch belegt der einen großen Einfluss auf ihr Leben nimmt. Trotzdem ist auch sie eine nette und mir sympathische Figur gewesen. Sie ist trotz ihreres Handicaps nicht gerade unsicher, im Gegenteil. Sie steht hinter Alex und er merkt auch schnell, das in ihr mehr steckt als nur eine junge Frau. Ich mochte auch ihre Reaktion auf die besondere Schneiderin. Ich persönlich wäre schreiend weggelaufen, Luna nicht.
Die Handlung ist auch spannend und bietet zahlreiche Wendungen die ich nicht immer so vorausgesehen habe. Das macht aber nichts, denn ich mag Überraschungen. Auch Alex`s Probleme mit beiden Seiten der Magier fand ich interessant und nachvollziehbar. Wie er sich auch entscheidet, es scheint immer falsch oder gefährlich zu sein und das machte das Lesen gleich noch spannender. Es fehlte weder an reichlich Action, noch an zahlreichen Gegnern und einigen Figuren, die richtig interessant waren. Dazu verlieh das Setting mit London dem ganzen Buch einen gewissen Charme. Ich mochte die tollen Ortsbeschreibungen, die teilweise recht ins Detail gingen.

Natürlich wäre ein Buch so voller Magie nur halb so toll, gäbe es nicht auch noch magische Wesen. Hier gibt es einige davon. Zum Beispiel ein Elementar namens dreizehn das nahezu unzerstörbar scheint oder auch Starbreeze. Starbreeze ist ein Luftelementar und lockert die Szenen gut auf, fand ich. Die Schneiderin will ich auch noch mal erwähnen, aber was sie ist lest ihr lieber selber. Es macht auf jeden Fall richtig Spaß dieses Buch zu lesen und die Figuren und Wesen kennen zulernen.
Alles was man von einem tollen Fantasybuch erwartet bekommt man hier geboten. Interessante Charaktere, eine spannende Handlung mit Konflikten und Wendungen und klasse Nebencharaktere. Dazu kommt, das der Schreibstil des Autors einen locker durch die Seiten lesen lässt. Also für mich ist sowas immer ein großes Plus. Ich persönlich mag Alex und Luna als Charaktere sehr und hoffe das es bald einen neuen Teil mit weiteren Abenteuern geben wird.

Die Brücke der Gezeiten 8 – Die Rückkehr der Flut von David Hair

Fantastische Welten, epische Abenteuer und mitreißende Helden: Das große Finale der Saga ist endlich da!
Das Ende der Mondflut rückt immer näher und der grausame Kaiser Constant zieht alle Kräfte zusammen, um endlich die totale Macht an sich zu reißen. Alaron und Ramita haben nur noch wenig Zeit, die Katastrophe zu verhindern. Zugleich müssen sie Ramitas Sohn, den Nachkommen des mächtigen Magiers Antonin Meiros, beschützen. Die Zeit ist gekommen, das Aszendenz-Ritual zu vollziehen, und neue Mächte machen sich bereit, Urte zu regieren. Diese können den Frieden bringen – oder ewige Verdammnis. Die Entscheidung muss fallen, bevor die Leviathanbrücke in den Fluten des Ozeans versinken wird.


Endlich ist er da der letzte Teil der Buchreihe. Und jetzt erzähle ich euch wie mir dieser Teil und sein Ende gefallen hat.
Alles beginnt zunächst mit einer kleinen Einführung am Buchanfang, so das der Leser gleich wieder in die Geschichte findet. Das finde ich persönlich gut, weil man gerade bei größeren Buchreihen oft mal was vergessen kann. Danach flogt ein Prolog und dann geht es auch schon los.

Ich möchte an dieser Stelle dieses mal weniger zur Handlung verraten, es ist der letzte Band und da spoilert man versehentlich mehr als man sollte. Dafür gibt es aber wie schon gewohnt, ein Wiedersehen mit Charakteren die man schon aus den Vor-Bänden kennt. Natürlich sind auch dieses mal wieder Ellen, Alaron, Ramita und Co wieder mit von der Partie. Ich denke hier ist es auch mal an der Zeit noch ein paar Worte zu Ramita zu sagen, denn sie hat sich für mich im Buch am meisten entwickelt. Sie war zu Beginn der Reihe eher ruhig und man hatte den Eindruck, auch schwach. Aber das hat sich von Buch zu Buch geändert und nun steht dem Leser eine starke Persönlichkeit gegenüber die noch dazu sehr sympatisch ist. Ich mochte sie sehr gerne, sie hat gekämpft, gelitten und ist immer wieder aufgestanden und hat weitergemacht. Für mich eine tolle weibliche Heldin.

Ihr männlicher Pendant ist für mich Alaron. Auch er hat sich rausgemacht. War er erst der Magier dem man nicht so wirklich viel zugetraut hätte, so hat er sich auch richtig gesteigert und ist noch dazu mächtig geworden. Was ich toll an ihm fand war das er trotz alledem auch liebenswürdig blieb.

Zur Handlung: für mich wurde mit dem vorliegenden Band die Reihe zufriedenstellend abgeschlossen. Alle wichtigen Fragen wurden beantwortet und zurück blieb das Gefühl, das mir die Reihe trotzdem fehlen wird. Ich hab sie gerne gelesen, ich mochte die vielen Irrungen und Wirrungen die Wendungen und natürlich die Charaktere. ein wenig schade finde ich es aber das man nicht über die anderen Charaktere lesen konnte wie es weitergeht. Ellen zum Beispiel ist ja auch eine Figur die viele Facetten gezeigt hat. Das ist aber auch der Grund weswegen ich in Gedanken einen Stern abgezogen habe.

Der Schreibstil ist wie immer sehr zur Geschichte passend. David Hair versteht es mit Worten Welten lebendig vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Ebenso wie er tolle Charaktere erschafft mit denen man mitfiebern kann. Hier gibt es für mich keinerlei Kritik.

Wer eine tolle Buchreihe mit einer wirklich guten und interessanten Handlung und interessanten Charakteren sucht kann gerne eine Blick riskieren. Ich persönlich habe die Buchreihe sehr gerne gelesen und hoffe das der Autor bald wieder mit einer neuen Geschichte von sich hören lässt.